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Februar, 2008

Jeden Tag hellwach -mitten zwischen den Stacheldrahtfronten in Jerusalem

Februar 29, 2008 Von: Johannes Matthiessen Kategorie: Kunst in Sozialen Brennpunkten Noch keine Kommentare →

Gestern besuchten wir verschiedene Schulen in Arabischen Vierteln von Jerusalem. Alles ist durch Stacheldrahtzäune abgetrennt. Desolate Wohnverhältnisse, überall Müll. Leben in einem Ghetto, das vom Wasser und Strom der Israeli abhängig ist. Sie haben keinen Zugang zu eigenen Mülldeponien.Man spürt förmlich in der Luft die Wut und Spannung der Menschen und am Rufen der Muizine zu den Gebetszeiten. Es sind so verschieden Kulturen.rnDennoch halten tapfere Menschen von beiden Seiten an manchen Stellen die Kontakte aufrecht.rnAls wir durch den Jeckpoint wieder zurückfahren klingelt das Autotelefon. Ein Verwandter des Fahrers wurde bei einer Bombardierung durch Palästinenser beinahe getötet. Seine Stimme zitterte vom Schreck. Zwei seiner Schüler wurden getötet.

Heute haben wir den ganzen Tag im Aussengelände einer Schule für Schwerstbehinderte gearbeitet. Bäume gesetzt, Beete angelegt, Skulpturen gestaltet und so versucht fuer die Kinder und Lehrer mehr Lebendigkeit und Frieden an den tristen Ort zu bringen. Die Schule liegt direkt an der Grenze zum Arabischen Viertel. Viele Arabische Kinder standen lange verzweifelt am Zaun und schauten uns zu. Irgendwo fanden sie dann ein Schlupfloch und halfen uns scheu aber mutig bei der Arbeit.
Es herrschte den ganzen Tag auf diesem Hügel große Herzlichkeit und bewegender Frieden.
Immer wieder gelingen außergewöhnliche Tage- in der sonst so zerrissenen Welt.