DIALOG with a mountain–creating a celtic powerplace in AUSTRIA
Wie so viele touristische Orte, die stark frequentiert werden, ist auch die GERLITZEN, der zentrale Berg KÄRNTENS, abgewetzt und energetisch ausgelaugt. Auch optisch hat die Natur durch die Skilifte und das Gipfelhotel viel eingebüst. Mehr oder weniger jeder, der das Gipfelplateau des Berges besucht will etwas von ihm haben, ihn für seine Interessen benutzen.
Die Paraglider, Segelflieger, Drachenflieger, Modellflieger finden diesen Berg mit seinem nach allen Seiten hin offenen Luftraum ideal für ihre Zwecke. Die Wanderer wiederum geniessen die ungewöhnlich schöne Rundaussicht auf das Bergpanorama und im Winter sausen insgesamt bis zu 400 000 Skifahrer über die gewalzten Schneepisten und hinterlassen im frühjahr ihre braunen Spuren auf den Hängen.
Die Natur wird auch hier nur ausgenutzt. Kaum einer frägt nach der BEFINDLICHKEIT des Berges oder nach seinen Bedürfnissen. Beim aufmerksamen Gehen auf der Bergkuppe kann man deutlich das gekränkte Wesen des Berges wahrnehmen, das sich wie in einem großen Schmerz zusammengezogen und sich verbittert, ja wütend in sich verschlossen hat. Lediglich an einer Stelle, die nur von wenigen Besuchern überhaupt besucht wird, kann man eine unverhoffte Weichheit und sanfte Offenheit empfinden. Hier stehen auch die einzigen Lärchen in Gruppen auf dem sonst baumlosen Gipfelplateau. Hier wollten wir den Anfang unserer sanften Therapie für den Berg setzen.
Durch einfühlsame Steinsetzungen mit einigen wenigen keltischen Ornamenten und natürlichen Wegeführungen aus Granitkies sollte ein Gelände der Stille, der Besinnung und tieferen Kommunikation mit dem Wesen des Berges ermöglicht und angelegt werden.
Ein Tag nach Beginn unserer Arbeit kam ziemlich aufgewühlt eine junge Frau auf mich zu. Fast zitternd vor Erregung sprach sie mich ganz schüchtern an: sie wolle mir eine Botschaft übermitteln. Sie erzählte, wie sie vor einer Woche an diesem Platz stand und plötzlich habe sich der Geist des Berges gemeldet. ( Sie kennt dieses Phenomen bei ihr schon seit ihrer Kindheit)
Und dann übergab sie mir den Wortlaut ihres DIALOGES mit dem Wesen des Berges schriftlich:
“Kraft und Wesen, das hier wohnt-wer bist Du, welche Kraft verkörperst Du?”
“Ich bin das Wesen, der Geist des Berges , wie ihr Menschen es bezeichnet”
“Warum zeigst Du Dich mir so unverhofft und deutlich? Es ist ja eine große Ehre Dir zu begegnen!”
“Du hast mein Leid gespürt und mich beachtet. Deshalb will und muss ich Dir etwas zeigen: Ich will mich versöhnen mit euch und euch meine Würde zeigen. Meine jetzige Kraft entstand einst in Wirbeln aus der bewegten, flüssigen GLUT aus Mutter Erde. Sie ließ mich aufsteigen und werden. Mit der Kraft und einer übergroßen Stärke schickte sie mich an dieser Stelle gen Himmel um mich dann im Einklang mit seinen Kräften weiter zu formen. Ich stelle die VERBINDUNG her zwischen Himmel und Erde für diese Gegend. Deshalb haben mich die Menschen schon früh FEUERBERG, Gerlitzen, genannt. Mein Wachsen bewegte Zeit und Raum. Achte jetzt genau was ich Dir zeige. Es ist die FORM meines ursprünglichen Wirkens, das ich wieder erlangen soll- mit eurer Hilfe”. ( Dann konnte die Frau genau den Verlauf einer auf-und absteigenden Spiralform vor sich sehen) Dazu sagte der Geist:
“Dies ist die Energie meines Lebensstranges. Die angefangenen Symbole auf den Steinen hier gehören nicht zu mir, sind nicht aus mir entsprungen. Der Mensch, der hier gestaltet, stand schon einmal hier. Ich zeigte ihm meine Bewegung, aber sein Kopf hatte schon eine andere Entscheidung gefällt, obwohl ich sein Herz berühren konnte.
Der Wind ist mein Freund, denn er verteilt meine Kraft in die Umgebung- auch wenn ihr meine Wellen verändert durch eure Technik und die ursprüngliche HARMONIE nicht mehr gegeben ist. Gib bitte diese Botschaft weiter an diesen Mann, denn er weiß um meinen FLUSS, um meine Energie. Der Wind formt meine Wellen richtig; läßt sie fließen und wir tanzen gemeinsam. Wir vereinen unsere Kräfte zur Ehre für Mutter Erde, sodaß der Mensch eintauchen und heilen kann im Gehen, Wachsen und Vergehen.- nur auf einer anderen Zeitebene. Du weißt wovon ich spreche…. Vereint mit der Sonne stehen wir am Ein-und Ausklang, in der Liebe, mit dem LICHT.
Schenkt mir einen Platz der Sonne und einen Stein mit einem Symbol meines Werdens und Wirkens- für mein Sein im Hier und Jetzt”
Mit dieser Botschaft zog sich der Geist des Berges wieder zurück. In dieser Nacht suchte ich zeichnend lange nach einer Form mit dem passenden Ausdruck für den Berggeist. Am nächsten Tag begann Rikta mit der bildhauerischen Umsetzung am größten und härtesten Granitstein.
Hier einige Bilder von dem Neuen Stein und dem Noraia Kelten Platz auf der Gerlitzen in Kärnten:

















