March 18, 2008
Von: Johannes Matthiessen
Kategorie: Persöhnliche Forschung
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Die Kunst ist ewig, ihre Formen wandeln sich. Und wenn Sie dies nehmen, dass überall eine Beziehung zum Geistigen vom Künstlerischen aus da ist, werden Sie verstehen, dass das Künstlerische doch etwas ist, wodurch man sich sowohl schaffend wie geniessend mit in die Geisteswelt hineinstellt. Wer ein wirklicher Künstler ist, kann in einsamer Wüste ein Bild schaffen. Einerlei ist es ihm, wer das Bild von Erdenmenschen anschaut, ob es überhaupt jemand anschaut, denn er hat in einer anderen Gemeinschaft geschaffen, er hat in der geistig-göttlichen Gemeinschaft geschaffen. Aber auf der anderen Seite kann man nicht Künstler sein, ohne in die Welt, die man dann auch ihrer Geistigkeit nach betrachtet, das eigene GESCHÖPF wirklich hineinzustellen, so dass es darinnen lebt. Sehen Sie, es lässt sich eigentlich künstlerisch nur schaffen, wenn man das Kunstwerk in den gesamten Weltzusammenhang hineinstellt. Im Grunde genommen ist es ja das Schrecklichste, durch eine Bilderausstellung oder Skulpturenausstellung zu gehen, wo alles mögliche durcheinandersteht, was gar nicht zusammengehört, wo es eigentlich sinnlos ist, dass das Eine neben dem Anderen ist. Ausstellungen sind durchaus zu überwinden. An einem Aufbau von wirklichen Kulturen und damit auch an einem Aufbau von wirklich Künstlerischem muss aber eine geistige Weltauffassung arbeiten und daran das höchste Interesse haben.”