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December, 2007

Sonntag mitten in der Sahara, 31. Dez. 2007

December 31, 2007 Von: Johannes Matthiessen Kategorie: Persöhnliche Forschung Noch keine Kommentare →

[mygal=wueste-sonntag]

Es ist ein grossartiger Tag aufgegangen ueber den hoechsten Sandduenen der Wueste bei Merzouga. Lichtblauer Himmel ohne jede Wolke. Absolute Stille. Es ist, als hoere man das zarte Rieseln der wandernden Duenen am Grat. Die Blaeue im Zenit ueber uns und der strahlend helle Sand der Mittagsstunde um uns. Wir sitzen in einer tief ausgewehten Sandmulde, rings um uns nichts, nichts als Stille. Es ist Sonntag heute und die einzigartig reduzierte Natur tut ihren Dienst an Gott. Du weist, Du gehst zu der Handlung, die Deine Seele erheben soll zu dem Geiste der Welt. Diesen Satz hoerte ich oft Sonntags bei der Kinderhandlung. Jetzt meldet er sich wieder in der Wueste; jetzt ist er wieder da, ist real. Die absolute Klarheit der Wueste bedeutet nicht Verlassenheit, wie ich sie so oft in unseren modernen Staedten erlebe, sondern staendige und ungetruebte ANWESENHEIT goettlicher Majestaet. Also: Wueste kann wunderschoen sein, ja Vollkommenheit ausstrahlen. Anders die von Menschen gemachte Wueste. Sie entsteht durch Trennung von allen goettlichen Schoepfungskraeften. Dadurch entsteht auch Haesslichkeit und Trauer. Ich habe noch nichts Vollkommeneres erfahren als in dieser hohen Stunde der Wuesteneinsamkeit. Eine grosse Dankbarkeit durchstroemt mich bis in die Gliedmassen. Goettliche Majestaet, erstarke Du meine Seelenkraefte so, dass ich all-ueberall meine Arbeit mit Liebe verrichten kann.