Einer meiner Lieblingstexte von Pablo Picasso lautet:
Suchen, das ist das Ausgehen von alten Beständen in ein Finden-wollen von bereits Bekanntem im Neuen.
Finden, das ist das völlig Neue auch in der Bewegung. Alle Wege sind offen, und was gefunden wird, ist unbekannt.
Es ist Wagnis, ein heiliges Abenteuer.
Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen, die im Ungeborgenen sich geborgen wissen, die in die Ungewissheit, die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Strom überlassen, die sich von Zielen ziehen lassen und nicht menschlich beschränkt und eingeengt das Ziel bestimmen.
Dieses Offensein für jede Erkenntnis, für jedes neue Erlebnis im Aussen und Innen: das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenbarwerden neuer Möglichkeiten erfährt.